Kongo, Demokratische Republik - Kindersoldaten
Kindersoldaten im Kongo
In der Zeit der Kongokriege wurden in der Demokratischen Republik Kongo viele, viele Kinder verschleppt und dazu gezwungen, als Kindersoldat für eine der Kriegsparteien zu kämpfen. Sowohl das Militär des Landes als auch die vielen Rebellengruppen warben Kinder im Kongo für ihre Zwecke an. In diesen ersten Kongokriegen begann die Zeit der Kinder als Kindersoldaten im Kongo. Man nannte sie Kadongos. Das bedeutet “die Kleinen”.
Die Kinder lernten zu schießen und wurden zum Töten gezwungen. Sie wurden auch bedroht und misshandelt. Übrigens sind zwar die meisten Kindersoldaten Jungen, doch auch Mädchen wurden verschleppt. Sie mussten genauso Dörfer plündern und Menschen erschießen. Hätten sie sich geweigert, wären die Kindersoldaten selbst erschossen worden.
Gibt es heute noch Kindersoldaten im Kongo?
Auch heute gibt es noch Kindersoldaten im Kongo. Denn im Osten des Landes wird immer noch gekämpft. Es gibt bewaffnete Truppen, die gegeneinander kämpfen. Sie werben Kinder an und setzen sie für Kämpfe ein, aber auch, um zu spionieren oder Dinge wie Waffen von einem Ort zu einem anderen zu bringen.
International wurde es verboten, Kinder im Krieg einzusetzen, doch daran halten sich diese Truppen nicht. Es gibt auch Hilfsorganisationen, die versuchen, die Kinder zu schützen oder sie zu befreien, aber das gelingt leider nicht immer.
Die Kinder, die entführt oder angeworben werden, werden von ihren Familien getrennt. Sie bekommen auch keine Bildung mehr, denn sie gehen nicht mehr zur Schule. Stattdessen müssen sie versuchen, in einem Kriegsgebiet zu überleben. Kinder, die so etwas Schlimmes erleben müssen, sind traumatisiert.
