Montenegros Flagge Montenegro - Probleme

Europol

Europol ist die Polizeibehörde der Europäischen Union. Sie hilft den Polizeibehörden der Mitgliedstaaten dabei, gemeinsam gegen schwere Kriminalität, Terrorismus und internationale Verbrecherbanden vorzugehen.

Organisierte Kriminalität in Montenegro

In Montenegro gibt es seit vielen Jahren Probleme mit organisierter Kriminalität. In den 1990er Jahren spielte besonders der Schmuggel von Zigaretten eine große Rolle. Heute beschäftigen Polizei und Justiz vor allem der internationale Drogenhandel, Geldwäsche, Waffenhandel und Schmuggel.

Einige kriminelle Gruppen aus Montenegro arbeiten weit über die Landesgrenzen hinaus. Europol berichtet von Netzwerken, die zum Beispiel Kokain aus Südamerika nach Europa und andere Teile der Welt transportieren. Zwischen rivalisierenden Gruppen kam es in der Vergangenheit auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Morden.

Montenegro arbeitet inzwischen eng mit Europol, Interpol und anderen internationalen Behörden zusammen. Trotzdem fordert die Europäische Union weitere Fortschritte bei der Bekämpfung von organisierter Kriminalität, Korruption und Geldwäsche. Es gibt allerdings noch Verbesserungsbedarf.

Probleme mit Menschenrechten

Montenegro ist offizieller EU-Beitrittskandidat. Montenegro möchte also Mitglied der Europäischen Union werden und führt seit 2012 Beitrittsverhandlungen. Bis Juli 2026 waren bereits 18 der 33 Verhandlungskapitel vorläufig abgeschlossen.

Zu den Bereichen, in denen noch Verbesserungen nötig sind, gehört der Schutz von Minderheiten. Besonders Roma und Ägypter erleben weiterhin Diskriminierung, zum Beispiel beim Zugang zu Bildung, Arbeit, Wohnungen und sozialen Angeboten. Laut EU-Kommission blieb das Ausmaß dieser Benachteiligung auch 2025 hoch.

Die Regierung hat Programme aufgelegt, um die Situation zu verbessern, doch bei der Umsetzung gibt es weiterhin Probleme. In diesem Punkt gibt es noch erheblichen Verbesserungsbedarf.

letzte Aktualisierung am 07.10.2026