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Gut zu wissen

Der Name IJsselmeer kommt vom Fluss IJssel, der in den See mündet. Das „IJ“ wird im Niederländischen wie ein eigener Buchstabe behandelt!

Das IJsselmeer – der größte See der Niederlande

In den Niederlanden gibt es einen ganz besonderen See: das IJsselmeer. Es ist der größte See des Landes – und er ist gar nicht auf natürliche Weise entstanden! Der Name wird übrigens „Eisselmeer“ ausgesprochen.

Wie ist das IJsselmeer entstanden?

Früher war an dieser Stelle eine große Meeresbucht, die Zuiderzee hieß. Doch das Meer brachte oft Überschwemmungen. Deshalb bauten die Niederländer einen riesigen Damm, den Abschlussdeich, der die Bucht im Jahr 1932 vom offenen Meer abtrennte. So entstand das IJsselmeer – ein riesiger See mitten im Land.

Heute ist das Wasser dort kein Salzwasser mehr, sondern Süßwasser, weil es von Flüssen gespeist wird. Das IJsselmeer ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Niederländer mit Technik und Ideen das Wasser kontrollieren.

Wie groß und tief ist das IJsselmeer?

Der See ist etwa 1100 Quadratkilometer groß – das ist ungefähr so viel wie 150.000 Fußballfelder! An den meisten Stellen ist das Wasser zwischen zwei und fünf Metern tief, es gibt aber auch einige tiefere Stellen.

Was kann man am IJsselmeer machen?

Rund um das IJsselmeer gibt es viele kleine Städte, Häfen und Ferienorte. Besonders beliebt sind:

  • Segeln
  • Kitesurfen
  • Angeln
  • Bootsfahrten

Viele Menschen machen hier Urlaub oder Tagesausflüge, denn das IJsselmeer ist ein echtes Paradies für alle, die gerne am oder im Wasser sind.

Ein weiterer See in den Niederlanden heißt Grevelingen. Dieser See umfasst eine Fläche von etwa 110 km² und gilt als der größte Salzwassersee von ganz Europa. Dazu kommen Oosterscheld und Veerse Meer.

Künstliche Landstriche

Manche Teile der Niederlande wurden durch Entwässerung und Dammbau aus dem Meer gewonnen und somit praktisch künstlich erstellt. Die niederländische Provinz Flevoland besteht zu einem Großteil aus solchen Landstrichen.

Gewässer: Flüsse in den Niederlanden

Die wichtigsten Flüsse in den Niederlanden

Die Niederlande sind ein echtes Wasserland. Nicht nur die Nordsee prägt das Land, sondern auch große Flüsse. Besonders wichtig sind Rhein, Maas und Schelde. Sie kommen aus anderen europäischen Ländern und bringen große Mengen Wasser in die Niederlande.

Der Rhein und seine vielen Arme

Der Rhein ist einer der längsten Flüsse Europas. Er entspringt in den Alpen, fließt unter anderem durch Deutschland und erreicht bei Lobith die Niederlande.

Dort teilt sich sein Wasser auf mehrere Flussarme auf. Zu den wichtigsten gehören die Waal, die Nederrijn, der Lek und die IJssel. Die Waal führt den größten Teil des Rheinwassers weiter nach Westen. Die IJssel fließt dagegen nach Norden in das IJsselmeer.

Im Westen treffen verschiedene Flussarme wieder aufeinander und bilden zusammen mit der Maas ein großes Flussdelta. Von dort gelangt das Wasser schließlich in die Nordsee.

Die Maas

Die Maas entspringt in Frankreich und fließt durch Belgien, bevor sie die Niederlande erreicht. Insgesamt ist sie etwa 925 Kilometer lang. 

In den Niederlanden fließt die Maas unter anderem durch die Provinz Limburg. Die Stadt Maastricht liegt direkt an ihr. Weiter im Westen verbindet sich ihr Flusssystem mit den Armen des Rheins, bevor das Wasser die Nordsee erreicht.

Die Schelde

Auch die Schelde gehört zu den großen Flüssen, deren Wasser die Niederlande erreicht. Sie entspringt in Nordfrankreich und fließt durch Belgien.

In den Niederlanden gelangt ihr Wasser durch die Westerschelde zur Nordsee. Dieser breite Meeresarm in der Provinz Zeeland ist zugleich eine wichtige Wasserstraße für Schiffe, die zum Hafen von Antwerpen fahren.

IJssel, Kanäle und Grachten

Neben den großen Flüssen gibt es zahlreiche kleinere Flüsse und künstlich angelegte Wasserwege. Besonders wichtig ist die IJssel, ein Arm des Rheins, der in das IJsselmeer mündet.

Typisch für viele niederländische Städte sind außerdem die Grachten. Das sind künstlich angelegte Kanäle. Früher waren sie besonders wichtig für den Transport von Waren und für die Entwässerung. Heute prägen sie noch immer das Bild vieler Städte, zum Beispiel von Amsterdam.

Kinder fragen, wir antworten

Warum heißt der See IJsselmeer?
Weil er nach dem Fluss IJssel benannt ist, der in ihn hineinfließt.

Ist das IJsselmeer ein natürlicher See?
Nein, es wurde durch einen Damm künstlich vom Meer abgetrennt.

Kann man im IJsselmeer baden?
Ja, es gibt viele Badestellen, aber das Wasser ist oft kühl und manchmal windig.

Welche Flüsse fließen durch die Niederlande?
Die drei wichtigsten sind der Rhein, die Maas und die Schelde. Dazu kommen viele kleinere Flüsse wie die IJssel oder die Lek.

Was ist ein Mündungsdelta?
Ein Mündungsdelta entsteht, wenn ein Fluss sich vor seiner Mündung ins Meer in viele Arme aufteilt.

Warum gibt es in den Niederlanden so viele Flüsse?
Weil viele große europäische Flüsse hier enden und ins Meer fließen – das macht das Land besonders wasserreich.

Was sind Grachten?
Grachten sind künstliche Wasserstraßen in Städten. Sie wurden früher zum Transport genutzt und sind heute oft ein Teil des Stadtbilds.

Können Flüsse in den Niederlanden überfluten?
Ja, deshalb gibt es viele Schutzmaßnahmen wie Deiche, Dämme und Schleusen, die das Wasser kontrollieren.

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letzte Aktualisierung am 08.10.2026