Schweizs Flagge Schweiz - Wirtschaft

Wovon lebt die Schweiz?

Es heißt, die Schweiz sei eine der stabilsten Volkswirtschaften, die es gibt. Schaut man sich das Pro-Kopf-Einkommen der Bürger an, also das Einkommen, das jeder Bürger im Durchschnitt verdient, dann ist die Schweiz ein sehr reiches Land, denn dieses Pro-Kopf-Einkommen liegt sehr hoch. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch ärmere Leute in der Schweiz gibt, aber der Durchschnitt liegt eben hoch.

Warum tragen die Kühe Kuhglocken?

Auf vielen Schweizer Almen tragen Kühe eine Glocke um den Hals. So können die Bauern ihre Tiere leichter finden, wenn sie auf großen Bergweiden unterwegs sind. Die Kuhglocken sind außerdem ein bekanntes Symbol der Schweizer Alpen und gehören zu vielen traditionellen Festen. Tierschützer kritisieren das manchmal. 

Landwirtschaft in der Schweiz – Was bauen die Bauern an?

In der Landwirtschaft der Schweiz arbeiten heute nur noch wenige Menschen. Von 100 Beschäftigten sind es ungefähr zwei bis drei. Das liegt unter anderem daran, dass moderne Maschinen viele Arbeiten übernehmen, für die früher zahlreiche Menschen gebraucht wurden. Außerdem arbeiten die meisten Schweizer heute in der Industrie oder im Dienstleistungsbereich.

Viehzucht und Milchwirtschaft in den Alpen

Besonders in den Alpen und im Jura spielen die Viehzucht und die Milchwirtschaft eine wichtige Rolle. In diesen Bergregionen gibt es viele Wiesen und Weiden, auf denen Kühe, Schafe und Ziegen grasen. Für den Anbau von Getreide sind die steilen Hänge dagegen oft nicht geeignet.

Aus der Milch der Kühe wird unter anderem der berühmte Schweizer Käse hergestellt. Vielleicht hast du schon einmal Emmentaler oder Gruyère gegessen? Beide Käsesorten stammen aus der Schweiz.

Ackerbau und Obstanbau in der Schweiz

Im flacheren Schweizer Mittelland betreiben die Bauern vor allem Ackerbau. Hier wachsen Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben. Im Osten der Schweiz wird außerdem viel Obst angebaut. Besonders Äpfel und Birnen gedeihen in den klimatisch begünstigten Regionen gut.

Bekannt ist die Schweiz natürlich auch für ihre leckere Schweizer Schokolade. Für die Herstellung wird unter anderem Milch aus der Schweiz verwendet. Die Kakaobohnen müssen allerdings aus anderen Ländern eingeführt werden, denn Kakaobäume wachsen nur in tropischen Regionen. Vielleicht schmeckt die Schweizer Schokolade ja deshalb so gut, weil die Kühe auf den saftigen Bergwiesen besonders glücklich sind?

Biologische Landwirtschaft wird immer wichtiger

In der Schweiz setzen immer mehr Bauern auf biologische Landwirtschaft, auch Bio-Landwirtschaft genannt. Dabei verzichten sie beispielsweise auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Dünger. Außerdem gelten besondere Regeln für die Haltung der Nutztiere. Der Anteil der biologisch bewirtschafteten Flächen ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen.

Welche Rohstoffe und Industrie besitzt die Schweiz?

Die Schweiz verfügt nur über wenige Rohstoffe. Doch von einem Rohstoff besitzt sie genug: dem Wasser. Einer der wichtigsten Energiequellen ist darum die Wasserkraft. So kann die Schweiz einen Teil ihres Bedarfs an Elektrizität durch Wasserkraftwerke decken.

Die Industrie der Schweiz hat sich auf hochwertige Uhren spezialisiert und auch die Pharmaindustrie ist führend. Hier werden in erster Linie Medikamente hergestellt. Mehrere große Konzerne forschen in der Schweiz und haben hier einen Firmensitz. Ebenfalls fertigen die Schweizer Nahrungsmittel.

Börse

Die Börse ist ein Markt, an dem mit verschiedenen Dingen gehandelt wird, beispielsweise mit Wertpapieren, Aktien oder Gold. Die wichtigsten Handelsplätze finden sich in New York, London und Tokio.

Geldgeschäfte

Die meisten Leute arbeiten in der Schweiz im Bereich der Dienstleistungen. In der Schweiz gibt es sehr viele Banken und es arbeiten auch viele Menschen im Bereich des Bankengewerbes. Das sind nicht nur solche, die hinter den Bankschaltern sitzen, sondern auch viele in Büros, die wichtige Geldgeschäfte weltweit abwickeln. Viele reiche Menschen legen ihr Geld in der Schweiz an.

Tourismus

Für viele Menschen in der Schweiz ist auch der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Da die Schweizer Landschaft Jahr für Jahre viele Touristen anzieht, arbeiten die Schweizer im Bereich des Tourismus.

Schneekanonen

Schneekanonen können Schnee künstlich herstellen. Durch die Schneekanonen ändert sich der natürliche Wasserhaushalt des Bodens und die Oberfläche ist leichter Schädigungen ausgesetzt.

Wanderer und Skitouristen kommen in die Schweiz

Im Sommer ziehen vor allem die Alpen viele Wanderer an, die die Schweizer Bergwelt genießen und hier ihren Urlaub verbringen. Das Wegenetz der Schweizer Wanderwege ist sehr gut ausgebaut. Über 60.000 Kilometer kann man in der Schweiz "erwandern". Überall gibt es prima Ausschilderungen und viele freiwillige Helfer halten dieses Netz instand. Mittlerweile kommen auch gut ausgebaute Radwege hinzu. 

Im Winter locken die Wintersportregionen Skifahrer und Snowboarder. So sind die Schweizer Alpen mit ihren berühmten Wintersportorten wie Davos, Zermatt oder St. Moritz Anziehungspunkte für Skifahrer aus aller Welt. Die Folgen des Klimawandels sind auch in der Schweiz zu spüren, gerade die Orte, die niedriger liegen, klagen über zu wenig Schnee. So kommen immer mehr Schneekanonen zum Einsatz, die aber leider Gefahren für die Umwelt bergen. So ist das Ganze ein sogenannter Teufelskreis. Es wird wärmer, es kommen mehr Schneekanonen zum Einsatz, die künstlichen Schnee produzieren, und das ist wieder schädlich für die Umwelt. Dies betrifft übrigens nicht nur die Schweiz, sondern alle Länder, die das Skifahren aufgrund des Tourismus fördern.

Viele nutzen auch das kulturelle Angebot der Schweiz. Attraktive Museen mit Ausstellungen ziehen viele Kulturliebhaber an. 

Häufige Fragen zur Landwirtschaft in der Schweiz

1. Was wird in der Schweiz angebaut?

In der Schweiz bauen Bauern vor allem Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben, Gemüse und Obst an. In den Bergregionen überwiegen Wiesen und Weiden für die Viehzucht.

2. Warum gibt es in der Schweiz so viele Kühe?

Viele Gebiete der Schweiz sind bergig und eignen sich besser als Weideland als für den Ackerbau. Deshalb sind die Viehzucht und die Milchwirtschaft dort besonders wichtig.

3. Was sind typische landwirtschaftliche Produkte aus der Schweiz?

Zu den bekanntesten Produkten gehören Milch, Käse, Butter, Getreide, Kartoffeln und Obst. Auch Schweizer Schokolade ist weltberühmt, obwohl die dafür benötigten Kakaobohnen importiert werden.

4. Wie viele Menschen arbeiten in der Landwirtschaft der Schweiz?

Nur ungefähr zwei bis drei von 100 Beschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft. Die meisten Menschen sind in anderen Wirtschaftsbereichen tätig.

letzte Aktualisierung am 15.10.2026