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Schule in Gabun

In Gabun besteht eine Schulpflicht für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren. Einige Kinder besuchen schon vor der Einschulung eine Krippe oder einen Kindergarten, den Jardins d'enfants.

Die Grundschule (École Primaire) besteht dann aus sechs Klassen, die weiterführende Schule (École Secondaire) aus sieben Jahrgängen. Diese sieben Jahre sind aufgeteilt in vier Jahre bis zum ersten Schulabschluss und weitere drei Jahre bis zum Abitur. Wie in Frankreich heißt das Abitur hier Baccalauréat. Die sieben Jahre auf der weiterführenden Schule nennt man auch Lycée.

Unterrichtet wird auf Französisch, der Amtssprache in Gabun. Das ist für viele Kinder anfangs sehr schwierig, denn Französisch ist nicht ihre Muttersprache. Zu Hause sprechen sie eine der Bantusprachen der vielen Volksgruppen, die im Land leben. In Französisch und Mathe gibt es mehr Stunden als in anderen Fächern. Englisch ist die erste Fremdsprache. Die Schüler tragen üblicherweise Schuluniformen.

Die Grundschule wird mit einer Prüfung beendet. Diese Abschlussprüfung heißt kurz CEP (Certificat d'Études Primaires). Dann entscheidet eine Aufnahmeprüfung für die sechste Klasse (Concours d'Entrée en sixième) darüber, an welche weiterführende Schule die Schüler überwiesen werden.

Probleme der gabunischen Schulen

Nicht alle Kinder, die eingeschult werden müssten, werden aber tatsächlich eingeschult. Die Einschulungsquote liegt bei etwa 72 Prozent. Es gibt außerdem auch Kinder, die eingeschult werden, aber dann irgendwann nicht mehr in die Schule gehen. Nur 74 von 100 Kindern beenden die Grundschule auch tatsächlich.

So arbeiten in Gabun 12 Prozent der Kinder zwischen fünf und 14 Jahren. Manche arbeiten vor oder nach der Schule, andere gehen aber gar nicht in die Schule. Auf dem Land ist es oft schwieriger als in der Stadt, wo es mehr Schulen gibt, die zudem leichter erreichbar sind.

Weitere Probleme im Bildungssystem von Gabun sind schlecht ausgebildete Lehrer und viel zu volle Klassen.

letzte Aktualisierung am 14.07.2026