Schweiz - Kantone
Gut zu wissen: Was sind Halbkantone?
Früher unterschied man in der Schweiz zwischen 20 Vollkantonen und sechs Halbkantonen. Heute gelten alle 26 als Kantone. Die sechs früheren Halbkantone haben aber bei bestimmten Abstimmungen noch immer nur eine halbe Kantonsstimme. Außerdem schicken sie jeweils nur ein Mitglied in den Ständerat, während die übrigen Kantone zwei Mitglieder entsenden.
Eine Schweizer Besonderheit: Die Kantone
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen. Sie sind ungefähr mit den Bundesländern in Deutschland vergleichbar. Jeder Kanton ist ein eigener Gliedstaat und besitzt eine eigene Verfassung, eine Regierung und ein Parlament. Die Kantone haben also ziemlich viel mitzubestimmen!
Was dürfen die Kantone selbst entscheiden?
Die Kantone können in vielen Bereichen eigene Regeln und Gesetze festlegen. Sie sind zum Beispiel für einen großen Teil des Schulwesens, für die Polizei und die Gesundheitsversorgung zuständig. Deshalb kann es sein, dass Kinder in einem Kanton andere Schulferien haben als Kinder in einem anderen. Manche Regeln gelten aber in der ganzen Schweiz.
Welche Kantone sind besonders groß oder klein?
Die 26 Kantone unterscheiden sich stark in ihrer Größe und Einwohnerzahl. Der Kanton Zürich hat mit rund 1,6 Millionen die meisten Einwohner. Im Kanton Appenzell Innerrhoden leben dagegen nur ungefähr 16.700 Menschen.
Der flächenmäßig größte Kanton ist Graubünden mit rund 7105 Quadratkilometern. Der kleinste ist Basel-Stadt mit nur etwa 37 Quadratkilometern. Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Woher kommt das Wort Kanton?
Das Wort Kanton stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Bezirk“ oder „Landesteil“. In der Schweiz wurde es bereits im 15. Jahrhundert verwendet. In schriftlichen Quellen ist es seit 1475 nachgewiesen. Früher sprach man auch von den „Orten“ der Eidgenossenschaft.
Bern und Zürich
Wenn man die Namen der Städte Bern und Zürich hört, lassen sich viele Menschen leicht auf's Glatteis führen, weil sie Zürich für die Hauptstadt des Landes halten. Tatsächlich gibt es gar keine offizielle Hauptstadt, sondern nur einen Regierungssitz, und das ist Bern.
Bern liegt sehr zentral im Westen des Landes und gehört mit circa 145.000 Einwohnern zu den größten Städten der Schweiz. Der Kanton Bern hat überigens etwa 1,07 Millionen Einwohner. Bern ist eine der teuersten Städte der Welt. Zu den Hauptattraktionen der Hauptstadt zählen die Altstadt, die sogar UNESCO-Weltkulturerbe ist, und ihre vielen Brunnen. In Bern ist alles gut zu Fuß erreichbar, da die Altstadt auf einer Halbinsel erbaut wurde.
Zürich ist nicht die Hauptstadt der Schweiz, aber mit rund 450.000 Einwohnern die größte Stadt. Zählt man die umliegende Region noch mit, so leben über eine Million Menschen hier. Zürich liegt am Zürichsee und am Fluss Limmat.
Die meisten Menschen leben in der Schweiz im flachen Mittelland, in die Alpen mit den hohen Bergen zieht es nicht so viele Menschen.
