Schweiz - Tiere & Pflanzen 2
Welche Tiere leben in der Schweiz?
In der Schweiz leben viele spannende Wildtiere. Vor allem die Schweizer Alpen bieten zahlreichen Tierarten einen Lebensraum. Hier klettern Steinböcke über steile Felsen, Murmeltiere pfeifen vor ihren Höhlen und Steinadler ziehen hoch am Himmel ihre Kreise. Auch Luchse und Wölfe sind in der Schweiz wieder heimisch geworden. Doch welche Tiere leben noch in der Schweiz?
Der Luchs ist zurück in der Schweiz
Lange Zeit war der Luchs in der Schweiz ausgestorben. Die Menschen hatten ihn so stark gejagt, dass er im 19. Jahrhundert aus dem Land verschwand. Erst ab 1971 wurden wieder Luchse in der Schweiz angesiedelt. Heute leben sie vor allem im Jura und in den Alpen.
Den Luchs erkennst du an seinen auffälligen Pinselohren, seinem kurzen Schwanz und seinem gefleckten Fell. Er ist die größte wild lebende Katzenart Europas. Allerdings bekommst du ihn nur selten zu Gesicht, denn Luchse sind sehr scheu. Sie jagen vor allem Rehe und Gämsen.
Auch in Österreich und in einigen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens gibt es wieder Luchse.
Gibt es Wölfe in der Schweiz?
Ja, in der Schweiz leben wieder Wölfe. Nachdem sie im 19. Jahrhundert ausgerottet worden waren, wanderten ab den 1990er-Jahren erneut Wölfe aus Italien ein. Heute gibt es in der Schweiz sogar mehrere Wolfsrudel. Die Tiere haben sich also wieder dauerhaft angesiedelt.
Wölfe leben vor allem in den Alpen und anderen Bergregionen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Wildtieren wie Hirschen, Rehen und Gämsen. Manchmal reißen sie allerdings auch Schafe oder andere Nutztiere. Deshalb versuchen die Menschen, ihre Herden beispielsweise mit Herdenschutzhunden zu schützen.
Bären sind Allesfresser
Braunbären sind Allesfresser. Sie ernähren sich unter anderem von Beeren, Wurzeln, Insekten und kleinen Tieren. Manchmal fressen sie auch größere Tiere oder Aas. Obwohl Braunbären sehr kräftig sind, gehen sie Menschen normalerweise lieber aus dem Weg.
Gibt es Bären in der Schweiz?
Ja, auch Braunbären gibt es in der Schweiz! Allerdings leben dort bisher keine Bären dauerhaft. Ab und zu wandern einzelne Tiere aus dem benachbarten Italien ein. Sie kommen vor allem aus dem Trentino in Norditalien, wo wieder eine größere Zahl von Braunbären lebt.
Früher waren Braunbären in der Schweiz weit verbreitet. Doch die Menschen jagten sie so stark, dass sie schließlich ausgerottet wurden. Der letzte ursprünglich in der Schweiz lebende Braunbär wurde 1904 im Kanton Graubünden erlegt. Erst 2005 tauchte nach rund 100 Jahren wieder ein Braunbär in der Schweiz auf. Er erhielt den Namen JJ2, wurde aber meistens Lumpaz genannt.
Ob sich in Zukunft wieder dauerhaft Braunbären in der Schweiz ansiedeln werden? Das bleibt spannend!
Steinböcke, Füchse und Murmeltiere
Zu den bekanntesten Tieren der Schweizer Alpen gehört der Alpensteinbock. Mit seinen kräftigen Beinen und besonderen Hufen kann er selbst an steilen Felswänden geschickt klettern. Seine großen, nach hinten gebogenen Hörner sind besonders auffällig. Übrigens spricht man bei Steinböcken von Hörnern und nicht von einem Geweih.
Auch Gämsen sind hervorragende Kletterer. Sie bewegen sich sicher über felsige Berghänge. In den Wäldern und Bergregionen leben außerdem Rothirsche, Rehe, Wildschweine und Füchse.
Vielleicht hörst du bei einer Wanderung in den Alpen plötzlich einen schrillen Pfiff? Dann könnte ein Murmeltier in der Nähe sein. Murmeltiere warnen sich mit ihren Pfiffen gegenseitig vor Gefahren. Sie leben in unterirdischen Bauten und halten während des Winters einen langen Winterschlaf.
Die Könige der Lüfte
Die Alpenwelt zieht auch viele Vögel der Berge an. Dazu zählen Steinadler und Alpendohle, aber auch Purpurreiher sind hier zu finden. Wusstest du, dass der Steinadler früher in vielen Teilen Europas lebte, aber lange Zeit verfolgt wurde? Heute findet man ihn nur noch in bestimmten Gebieten wie den Alpen.
Aber nicht nur viele Greifvögel leben hier, auch Wasservögel machen an den unzähligen Schweizer Seen und Flüssen eine Pause auf ihrem Weg ins Winterquartier.
Die Kreuzotter
Die Kreuzotter hat auf der Erde ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Sie lebt in Gebieten von Nord- und Westeuropa über Sibirien bis nach China und die russische Pazifikküste. Man findet sie sogar noch am Polarkreis. Kreuzottern sind sehr scheue Tiere, deshalb gibt es auch relativ selten Bissunfälle mit Kreuzottern.
Gibt es in der Schweiz auch gefährliche Tiere?
Es gibt in der Schweiz auch giftige Schlangenarten, dazu zählen die Kreuzotter und die Aspisviper. Doch wenn man sich nicht wirklich sehr dumm anstellt, droht durch diese Schlangen keine Gefahr. Sie sind sehr ängstlich und ziehen sich, kommt ein Mensch in die Nähe, schnell zurück. Doch beim Wandern in den Alpen sollte man auf gutes und festes Schuhwerk achten. Das schützt, falls man doch einmal auf eine Schlange treten sollte. Ansonsten trifft man vor allem in den Alpen auch auf viele ungiftige Natternarten.
Häufige Fragen zu den Tieren in der Schweiz
1. Welche Tiere sind typisch für die Schweizer Alpen?
Typische Alpentiere sind Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Steinadler und Alpendohlen. Auch Luchse, Wölfe und Bartgeier leben in den Schweizer Alpen.
2. Gibt es Bären in der Schweiz?
Ja, gelegentlich wandern Braunbären aus Italien in die Schweiz ein. Eine dauerhaft ansässige Bärenpopulation gibt es dort bisher jedoch nicht.
3. Gibt es gefährliche Schlangen in der Schweiz?
Ja, die Kreuzotter und die Aspisviper sind giftig. Beide Arten sind jedoch scheu und meiden Menschen normalerweise. Bei einem Biss muss man sofort medizinische Hilfe holen.
4. Leben Wölfe und Luchse in der Schweiz?
Ja, beide Tierarten sind wieder heimisch. Luchse leben vor allem im Jura und in den Alpen. Wölfe haben sich ebenfalls wieder angesiedelt und bilden Rudel.
5. Welches ist das bekannteste Tier der Schweiz?
Der Alpensteinbock gehört zu den bekanntesten Wildtieren der Schweiz. Mit seinen mächtigen Hörnern ist er ein Symbol für die Schweizer Alpen.
