Schweizs Flagge Schweiz

Politische Situation in der Schweiz – aktuell und im historischen Überblick ab 1945

Wie ist die Schweiz gegliedert? Mal einfach erklärt

Heute ist die Schweiz ein Bundesstaat mit 26 Kantonen. Diese Kantone haben ihre Wurzeln in der Geschichte. Sie sind die Kantone, die schon in der Eidgenossenschaft zusammengeschlossen waren. Die Schweizer Kantone ähneln zwar den deutschen Bundesländern, haben aber noch sehr viel mehr Selbstständigkeit, denn sie können eigene Gesetze erlassen. Die Schweiz ist ein föderaler Staat, das heißt, dass er aus einzelnen Bundesstaaten besteht. 

Was heißt direkte Demokratie?

Die Schweizer können mittels Volksabstimmungen über bestimmte Angelegenheiten direkt mitentscheiden. So finden mehrmals im Jahr solche Volksabstimmungen statt. Nicht jedes Gesetz wird so entschieden, aber die Bürger dürfen über ein Gesetz abstimmen, wenn eine gewisse Zahl von Unterschriften Schweizer Bürger zusammenkommen.

Warum will die Schweiz nicht der EU beitreten?

Die Schweiz ist nicht Mitglied in der Europäischen Union. Wenn du die Lage der Schweiz auf der Landkarte anschaust, so liegt die Schweiz mitten im Herzen von Europa. Da stellen sich viele die Frage, warum die Schweizer bei der EU nicht mitmachen wollen. 

Für die Schweizer ist die Unabhängigkeit sehr wichtig. Wie wichtig ihnen das ist, zeigt auch ihre Haltung während des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Denn auch hier haben sich die Schweizer neutral verhalten, das bedeutet, sie haben sich nicht eingemischt. Alle Mitgliedsstaaten der EU geben ein bisschen Macht ab, weil die Union gemeinsam auch für alle Staaten entscheiden kann. Und genau dies wollen die Schweizer nicht, sie möchten eben für sich selbst entscheiden. 

Auch nach dem Überfall Putins auf die Ukraine blieb die Schweiz neutral. Obwohl dies ein eindeutiger Bruch des Völkerrechts war und Russland ebenso eindeutig den Krieg verursacht hat.

Die Schweiz: Regierungen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute

Wer regiert aktuell die Schweiz?

Die Schweizer Regierung besteht aus dem sogenannten Bundesrat. Das sind sieben Personen, die gemeinsam die Regierungsgeschäfte führen. Anders als in vielen anderen Ländern gibt es in der Schweiz keinen Kanzler oder Präsidenten mit besonders viel Macht. Alle sieben Bundesrätinnen und Bundesräte sind gleichberechtigt.

In der Schweiz wird der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin jedes Jahr aus den sieben Mitgliedern des Bundesrates gewählt. Diese Person übernimmt dann für ein Jahr die leitende Rolle – sie führt die Sitzungen des Bundesrates und vertritt die Schweiz nach außen, zum Beispiel bei offiziellen Besuchen. Trotzdem hat diese Person nicht mehr Macht als die anderen sechs.

Im Jahr 2025 ist Karin Keller-Sutter die Bundespräsidentin der Schweiz. Sie gehört zur Partei FDP

Zur aktuellen Regierung gehören außerdem Guy Parmelin, Ignazio Cassis, Albert Rösti, Elisabeth Baume-Schneider, Beat Jans und Martin Pfister. Sie kommen aus verschiedenen Parteien, damit möglichst viele Meinungen in der Regierung vertreten sind.

Nicht nur Kinderfragen kurz beantwortet

  1. Warum gibt es statt einem Chef oder einer Chefin sieben Bundesräte?
    Die Schweiz setzt auf Konsens und Zusammenarbeit. Deshalb gibt es ein Gremium – so kann jede Partei und Region mitbestimmen.
  2. Was ist die Zauberformel?
    Eine ungeschriebene Regel seit 1959, nach der die wichtigsten Parteien im Bundesrat vertreten sind – mit dem Ziel, politische Stabilität zu sichern.
  3. Wer ist 2025 im Bundesrat und wer ist Bundespräsident/in?
    Die sieben Bundesräte gehören zu FDP, SVP, SP und Die Mitte. 2025 ist Karin Keller‑Sutter Bundespräsidentin und Martin Pfister ist neu hinzugekommen.
  4. Warum bleibt die Schweiz neutral, z. B. im Ukraine-Krieg?
    Neutralität ist ein wichtiger Wert in der Schweiz – sie mischt sich in Kriege nicht ein und bewahrt ihre Unabhängigkeit.
1 2 3
letzte Aktualisierung am 14.08.2025